Sonntag, 12. Juli 2009

Meer

La rue Ketanou. Sehr schön, einfach herrlich.
Ich geniesse meine freie Zeit, mit dem Streßabbauprogramm: Menschenmassen nur in Maßen.
Zwischendurch ein bisschen Abschirmen von Menschen, sozusagen ein wenig eigenbrödlerischen Autismus pflegen.
Dazu gehört bunte, internationale Weltmusik, jeglicher Richtungen. Zur Zeit noch fröhlich französisch.

Freitags hatte ich einen fabelhaften Frauenabend, denn es hieß Junggesellinnenabschied einer liebenswerten Schulfreundin. Diese jenige welche, bekam einen selbstgebastelten Bauchladen umgebunden und durfte verkaufen gehen, mit neun weiteren Weibern im Schlepptau. Sehr amüsant...
Mein geopfertes Sexspielzeug brachte alleine schon 17 Euro in die Kasse!!! Drei originall verpackte Erotikartikel:

1. XXL-Liebeskugeln aus schwarzem Latex.
*Warum habe ich die eigentlich nie ausprobiert???*
2. Ein Candy-Strumpfband.
*Es will mich ja eh keiner ehelichen... *
3. Ein Likörchen für zwischendurch, namens Eisprung.
*Nicht meine Geschmacksrichtung...*

Ich kann nur sagen: Ein geil-gelungener Abend...

Samstag, 11. Juli 2009

Selbstbeobachtungsbericht

Diese Woche war sehr aufreibend.
Ich habe Achterbahnfahrten der Gefühle erlebt.
Ich spüre sie als Vulkane in mir brodeln und plötzlich, schneller als ich es begreifen kann, bricht er feuerspeiend über mich hinein. Nachdem Asche und Rauch gewitterartig über die Gegenwart hereinprasseln, löst sich im Inneren der Knoten und eine einzigartig positive Reinigung tritt ein. Aber sind meine spontan, heftig, aggressiven Ausbrüche auch tragbar für meine Umwelt?
Oder schaffe ich es einen Ausgleich zu finden, indem ich mir einzig und allein, mich selbst zelebrierend, ausschließlich meiner Eigenliebe Aufmerksamkeit schenkend, Harmonie, Entspannung und Ruhe blühen lasse...

Donnerstag, 2. Juli 2009

Nitka


One

Apocalyptica.One.
Ich bin erschöpft, aber da die Hitze mich nicht schlafen läßt, sitze ich hier und höre Musik.
Sehnsüchtig und voller Erwarten erträume ich mir die nächsten zwei Abende.
Morgen Lord Bishop und am Samstag Abend Sommerfest. Und das Beste daran ist, mein Liebster, Exklusivster ist auch mit dabei.
Smashing Pumpkins. Rhinoceros.
Mein Wellnessbad habe ich vollführt und die Pediküre ebenfalls hinzugezogen. Aber der Nagellack war so weit weg. Maniküre wäre ebenfalls fällig. Aber später ist ja auch noch ein Tag.
Ich bin todmüde, aber die Hitze ist unerträglich.
Mein Gehirn dörrt zu einer Rosine zusammen und auch Unmengen von Wasser kann dies nicht wiedergutmachen
Nirvana. Kurt Cobain..
Mein Teenie-Idol hat ein Andenken an meiner neuen Tasche erhalten, als Button.
Cyndi Lauper wird mich jetzt in den Schlaf wiegen, die compact disk Sisters of Avalon.
In diesem Sinne trotze ich, mit einer Gute-Nacht-Geschichte, den süßen Träumen ins Schlaraffenland folgend, dem Ruhezustand entgegen...

meine herrlich liebevolle Passionsblume


Digging in the dirt

Peter Gabriel. Digging in the dirt
Sich im Dreck eingraben. Könnte ich jetzt auch mal gebrauchen, eine richtig matschige Schlammpackung in der Badewanne geniessen. Macht aber vermutlich zu viel Dreck, deshalb belasse ich es bei einem Wellnessbad.
Ich weiß auch schon welche Musik ich mir gönne, Manu Chao, die Platte Clandestino.
Bisschen selbstgezauberte Pediküre basteln, vielleicht ein kleines Farbspiel mit dem Nagellack tanzend dahinschwingen...
Meine Gedanken fliegen über meinem Haupt, ich muß sie erst herbeiholen an der Schnur, wie einen Luftballon. Mir ist viel zu heiß, ich habe Angst mich in meinem Badewasser zu ermorden. Ich sollte es auf keinen Fall zu heiß bereiten, sonst verbrühe ich mich noch.
Und ich sollte mein Herz belauschen, denn meine allzuglückliche Oma ist in der Badewanne ertrunken, ohne Scherz jetzt.
Hoffentlich erlöst mich nicht das gleiche Schicksal, aber so übel finde ich diesen Tod nicht, beeindruckend ehrenvoller Abgang. Ich liebe dich Oma, so ganz unbekannter Weise, denn du hast mir einen fabelhaften Vater hinterlassen.
Ich könnte meinem Vater auch mal wieder sagen, dass ich ihn liebe...

Betriebsausflug

Gestern hatte ich Betriebsausflug in den Taunus. Ich bin bis heute geschädigt, mein Kreislauf ist permanent vorm Kollabieren, mein bindehautentzündliches Auge juckt, wie die Pest und ich schwitze beim Nichtstun...
Aber das Aufregendste war die Tatsache, dass ich neben dem prominenten Pflegedirektor höchstpersönlich, sitzen durfte. Die Gespräche verliefen sehr aufschlußreich, es war eine Diskussion über moderne Psychiatrie und die Zukunft der Psychiatrie. Und mein Gefühl sagt mir, dass ich mich nicht ganz so schlecht selbst dargestellt habe. Ich glaube, einen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben.
Es war ein herrlich schöner Tag gestern und ich habe viel gelacht. Die Sonne hat geschienen, ich habe rötliche gebräunte Schultern und habe einen Hitzeschaden.
Ich glaube jegliche körperliche Anstrengung verursacht einen hysterischen physischen Zusammenbruch, also putzen geht heute leider gar nicht.
Heute werde ich rebellisch und verweigere das Putzen.
Große Hitze bekommt meinem Körper sehr schlecht. Ich habe ständig das Gefühl mein Kopf schrumpft vor Durst zusammen. Ich sollte mehr trinken.
Ich würde mir am liebsten das linke Auge vorübergehend amputieren und ein Glasauge einsetzten oder würde das auch so jucken?
Habe eine Augenklappe, vielleicht sollte ich die vorübergehend benutzen?
Margarete hat gefüllte Säcke bei mir stehen, dass hat aber nichts zu heißen. Denn sie gibt ihrem türkischem Hengst nochmals eine Chance. Dieser, in meiner Phantasie verzerrt negativ auftretende Kurde, hat sich als netter Mensch erwiesen. Zumindest soweit ich ihn kennenlernen konnte.
Und jetzt ist meine Schreiblaune verronnen und ich widme mich der Faulheit.